Großmeister Jae-Hwa Kwon

Sein Name ist im Taekwon-Do so bekannt wie kein anderer. Seine Philosophie, seine Art mit Menschen umzugehen und seine eigene Philosophie sind die Merkmale, die Jae-Hwa Kwon ausmachen.
Jae-Hwa Kwon, geboren 1937 in Pusan, einer Hafenstadt im Süden Koreas, wurde bereits in jungen Jahren in der Kunst des Taekwon-Dos unterrichtet und fiel durch sein außergewöhnliches Talent auf. Kurze Zeit darauf fand er in Dea-Yeong Hae, 6. Dan, einen Lehrer, der sich ausschließlich seiner Ausbildung widmete. In seiner weiteren Taekwon-Do-Laufbahn wurde er auch von General Hong-Hi Choi, 9. Dan, persönlich unterrichtet.
Nach dem Abschluss seines Studiums wurde er Journalist bei Pusan Ilbbo, der größten Tageszeitung in der Region, widmete sich neben dieser Arbeit auch noch intensiv dem Taekwon-Do. Im Alter von 24 Jahren wurde er Chief Instructor (höchster Lehrer) der Yonmu-Kwan-Taekwon-Do-Schulen. Drei Jahre später, 1967, folgte die Ernennung zum technischen Direktor der Taekwon-Do-Schulen des Landesverbandes Pusan, dem die meisten Taekwon-Do-Abteilungen in Schulen und Universitäten sowie viele freie Schulen angehören. Er ist bis heute Besetzer und Verantwortlicher dieser beiden Aufgaben.
Mit 29 Jahren Mitglied eines Demonstrationsteams, welches Taekwon-Do in der westlichen Welt verbreiten soll, setzt er sich das Ziel, Taekwon-Do in Europa zu verbreiten und gründet den Deutschen Taekwon-Do-Verband und wird somit Cheftrainer und Beauftrager für Europa und den Mittleren Osten. Taekwon-Do wird im Westen jedoch als Kampfsport angesehen, weswegen sich Kwon davon distanziert: Die mutwillige Verletzung anderer Personen entspricht nicht seiner Überzeugung und dem Geist des Taekwon-Do. Das eigentliche und wichtigste Ziel desselben sei das Streben nach Vervollkommnung von Idee, Form und Technik. In seinem Buch "Zen-Kunst der Selbstverteidigung", 1970, erklärt er, dass es falsch sei, den geistigen Hintergund des Zen zu vergessen und Taekwon-Do als normale Sportart zu betrachten.
Heute ist er Großmeister des Traditionellen Taekwon-Do in Europa und er unterrichtet seine Schüler in seiner eigenen Schule in NY, New York.

Die wichtigsten Lebensstationen
1965 Mitglied eines sechsköpfigen Demonstrationsteams zur Verbreitung von Taekwon-Do in Asien, Europa und Nordamerika
1966 Ernennung zum Cheftrainer des Deutschen Taekwon-Do-Verbandes
Ernennung zum Beauftragten für Europa und den Mittleren Osten.
1970 Veröffentlichung seines Buches "Zen-Kunst der Selbstverteidigung", erschienen im O.-W.-Barth-Verlag
1972 Offizieller Bundestrainer der Sektion "Taekwon-Do" des Deutschen Judobundes
1973 Ernennung zum 7. Dan
Gründung des Taekwon-Do-Centers in NY, New York, USA
1974 Gründung des Taekwon-Do-Centers in FL, Florida, USA
1980 Gründung des Taekwon-Do-Centers in München, Deutschland
1984 13. Oktober: 20-Jahre-Taekwon-Do-in-Europa-Gala im Zirkus-Krone-Bau, München, Deutschland
Gründung des United Black Belt Center of Kwon, Jae-Hwa Takwon-Do e.V.
Erstmalige wissenschaftliche Messung der Schlagkraft eines Großmeisters der asiatischen Kampfkünste
1989 Veröffentlichung seines Buches "Po-Eun, 11. Hyeong"
1990 Eröffnung des World Headquarters, 5th Avenue Black Belt Center, NY, New York, USA
29. September: 25-Jahre-Taekwon-Do-in-Europa-Gala im Sheraton-Hotel in München, Deutschland
6. Oktober: 25-Jahre-Taekwon-Do-in-Europa-Gala im Zoo-Gesellschaftshaus in Frankfurt, Deutschland
1993 Gründung der Traditional Taekwon-Do Federation
1995 30-Jahre-Taekwon-Do-in-Europa-und-Amerika-Gala im Zirkus-Krone-Bau in München, Deutschland
1996 Ehrung und Würdigung durch den koreanischen Verband und ranghöchste Vertreter des Taekwon-Do in Korea
1999 Gründung des Black-Belt-Centers 36 West, 13th Street, NY, New York, USA
2000 24. Juni: 35-Jahre-Taekwon-Do-in-Europa-und-Amerika-Gala im Zirkus-Krone-Bau in München, Deutschland
2003 Einladung der koreanischen Regierung und des koreanischen Taekwon-Do-Verbandes zur Auszeichnung seines Lebenswerkes nach Korea; Begleitung von einer 30-köpfigen Schwarzgurtdelegation